Uff den 15ten Weinmonat hat Jacob Ringger verkauft und gibt zu kauffen dem Jacob Rusterholtz: Ein Wasser-Saagen sambt Platz.
erwirbt ein Hans Ryff die Wasser-Saagen und Stampfe zusammen mit Haus, Scheune, Garten, Wies- und Weideland.
wird im Richterswiler Pfarrbuch der Tod der Witwe "Jakob Theilers des Saagers" vetmerkt.
wird ebenfalls im Pfarrbuch ein Jakob Danner bey der Saagen erwähnt, weil er ein dreijähriges Söhnlein verlor. (Solches war kein Einzelfall, denn zu jener Zeit war die Kindersterblichkeit sehr gross).
Finden wir Hans- Ulrich Strickler von der Saagen. Die Familie Strickler bey der Saagen spiele von nun an im Dorfleben eine bedeutende Rolle.
wurde ein Strickler bey der Saagen Mitglied der Municipalität; d. h. des Gemeinderates zur Franzosenzeit.
Bockenkrieg. Danach finden wir "alt Landtr. (Landrichter) Ulrich Strickler bey der Saag, Armenpfleger und Friedensrichter". Dieser wurde 1810 als Friedensrichter des Bergkreises gewählt. Die Sagi blieb bis 1864 im Besitz der Familie Strickler. Dann ging sie an einen Schwiegersohn, an Heinrich Gattiker-Strickler über.
Steht in einem Protokoll der Kant. Gebäudeversicherung: "geschlissen" und neuerbaut .
kaufte Theodor Büchi die Liegenschaft. Dieser betrieb die Sägerei bis 1912. Für diese Zeit können wir uns vom Leben auf der "Sagi" ein anschaulicheres Bild machen, denn eine 1899 geborene Tochter von Theodor Büchi erzählte uns ihre lebendigen Jugenderinnerungen.
Theodor Büchi war gelernter Mühlebauer und kannte sich in der Wasserrad- Technik gründlich aus. Hier übte er also gleich drei Berufe aus Mühlebauer, Sager und Landwirt, da zur Liegenschaft ja auch ein kleines Bauernheimet gehörte. Auch die Knochenstampfe soll oft in Betrieb gestanden haben.
wurde das Sägereigebäude ein Raub der Flammen. Unverzüglich baute Theodor Büchi das Gebäude wieder auf, jedoch mit einem Obergeschoss, das zu einer geräumigen 6-Zimmer-Wohnung ausgebaut wurde.
Aufrichte der neuen Sagi
veräusserte Büchi die "Sagi" an Johannes Villiger. Auf der Rohholzbranche scheint es keine rosige Zeit gewesen zu sein, denn bis 1935 hat die "Sagi" fünfmal den Besitzer gewechselt.
erwarb der damals 33-jährige Johann Marty das ganze Anwesen. Auch für ihn war die Sägerei nicht der einzige Erwerbszweig. Im Untergeschoss richtete er sich eine Schreinerwerkstatt ein und betrieb auch ein wenig Landwirtschaft. Das inzwischen verlotterte Wasserrad ersetzte Marty 1937 durch eine Turbine, mit deren Einsatz besonders während der niederschlagsreichen Jahreszeiten erheblich elektrische Energie eingespart wurde. In diesen Jahren wurde der Betrieb, um dem Konkurrenzdruck eher standhalten zu können, durch den Einbau eines Vollgatters und eines Elektromotors modernisiert.
Erwerb der Liegenschaft durch Rudolf Karl Peter. Johann Marty führt als Pächter den Sägerei- und Schreinereibetrieb weiter.
Sein Sohn Josef Marty übernimmt das Gewerbe.
kauft eine Baugemeinschaft die Liegenschaft "Zur Säge" zwecks Neuüberbauung.
Die "Grenzpost" (Lokalzeitung von Richterswil) meldet folgendes:
In der Sagi wurde zum letzten Mal gesägt
Die ... Säge ... sie schweigt für immer. Der Umzug der Schreinerei ist bereits vollzogen. Als letztes erfolgt nun der Wegtransport des beachtlichen Holzlagers. Noch stehen die Gebäude, aber deren Tage sind gezählt, denn etwas oberhalb der heutigen Liegenschaft sprechen Baustangen eine deutliche Sprache…
Da setzten sich in letzter Stunde eine Handvoll Leute unserer Gemeinde mit der Kantonalen Denkmalpflege in Verbindung, um einen Abbruch zu verhindern. Die neue Besitzergemeinschaft liess sich ebenfalls für den Plan begeistern, aus der "alten Sagi" ein Sägereimuseum zu machen und anerbot sich, das Abbruchobjekt einer künftigen Museumsgesellschaft entschädigungslos abzutreten.
Um auf dieses Ziel hinzustreben taten sich einige "Angefressene" zusammen zur Gründung einer Trägerschaft unter dem Namen:
wurde die alte Sägerei gründlich und liebevoll renoviert und so zum aktiven Museum umgestaltet.